Damit der Baum nicht beschädigt wird, setzen die Präparatoren reine Naturprodukte bei ihrer Arbeit ein. Auf den Stamm wird eine flexible Kautschukmasse aufgetragen, die nach dem zirka zweiwöchigen Trocknungsprozess leicht abgezogen werden kann. „Dadurch wird gewährleistet, dass der Baum nicht beschädigt wird“, erklärt Museumsleiter Dr. Hans Pellmann.
Im zweiten Arbeitsschritt stellen die Präparatoren in ihrer Werkstatt mit Hilfe der Kautschukform einen Abguss aus Kunststoff her. Anschließend wird dieser farblich gestaltet, so dass er sich kaum vom Original unterscheidet.
„Wenn wir den Baumstamm dann in die Ausstellung integrieren, wollen wir durch Emotion Information vermitteln“, erzählt Präparator Andreas Seidel während der Arbeit. So werde es zum Beispiel eingearbeitete Schubkästen geben, die die Besucher herausziehen können, um die Baumringe zu sehen. „Es wird auch einen Einblick in eine Spechthöhle und den Nestbereich des Schwarzstorches geben“, weiß Andreas Seidel. „Sehr interessant ist auch der Wurzelbereich, in dessen Höhlen der Lebensraum von Insekten und Amphibien dargestellt wird“, ergänzt Dr. Hans Pellmann.
Neugierige Magdeburger können die Arbeit der Präparatoren vor Ort beobachten. Das abgezäunte Gelände um die Buche darf allerdings nicht betreten werden, um die Arbeit nicht zu gefährden. Eine Informationstafel vor dem Baum gibt Hinweise über die Methoden und den späteren Verwendungszweck.















Präparator Andreas Seidel trägt auf den Baumstamm eine flüssige Kautschukmasse auf, um daraus später einen Abguss erstellen zu können. Foto: Klimek