Fast neun Wochen sind die beiden asiatischen Kater erst alt, doch sie haben es schon faustdick hinter den Ohren. Im Arm von Tierpfleger Gerd Schwabe und Marion Toth wollten sie nicht lange verweilen. Deshalb wurden sie gleich in einen Korb zum Wiegen gelegt. Die Waage zeigte dabei beim ersten Tier 8860 Gramm und beim zweiten 7380 Gramm an. Bei der Geburt wogen die zwei asiatischen Löwen nur knapp 1000 Gramm, nahmen dann aber innerhalb der ersten 12 Lebenstage über das Doppelte zu.
Anschließend stand das Einsetzen eines Mikrochips auf dem Plan. Tierarzt Pierre Grothmann desinfizierte den Nackenbereich und implantierte den kleinen Chip. Er ist mit einer Nummer versehen und erleichtert dadurch das spätere Erkennen der Löwen. Gleich danach setzte Grothmann die Spritze an. Die Kater wurden gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft. „Das ist eine ganz normale Impfung, wie sie auch Hauskatzen bekommen“, verriet der Arzt.
Die beiden Söhne von Löwendame Kalindi aus Köln und Löwenvater Parys aus Lodz sind nach den drei asiatischen Raubkatzen, die im Jahr 2007 geboren wurden, der zweite Zuchterfolg dieser bedrohten Tierart im Magdeburger Zoo. Sie bleiben noch eineinhalb bis zwei Jahre in der Landeshauptstadt. Dann treten sie ihre Reise auf der Suche nach einem paarungswilligen Weibchen in einen anderen Zoo an. Doch zuvor müssen die noch namenlosen Tiere getauft werden. Die Namensgebung wird wahrscheinlich mit dem 60-jährigen Bestehen des Zoos im August verbunden.















Tierarzt Pierre Grothmann und Pfleger Gerd Schwabe (v.l.) impfen den kleinen Löwen gegen Katzenschnupfen. Foto: Klimek