Dieter Nuhr hatte das Publikum auf seiner Seite, kaum dass er die Bühne betreten hatte, und er ließ es bis zum Ende nicht mehr los. Sein Programm war mit beiden Händen aus dem Leben gegriffen, an irgendeiner Stelle konnte sich jeder irgendwie wieder erkennen. Dasbei reichen die Themen von (natürlich) aktuell-politischem Geschehen ("Guido Westerwelle ist das neue Feindbild") über die ständig schlechte Laune der Deutschen, die Wirtschaftskrise bis hin zur sehr detaillierten Beschreibung eines Besuchs auf einem "Wellness-Klo". Nuhr scheut sich nicht, manche Dinge auch einmal etwas deutlicher anzusprechen, aber gerade diese unverblümte Deutlichkeit zeichnet ihn aus. Und irgendwie bekommt auch jeder sein Fett weg: Politiker und Wähler, Männer und Frauen, Junge und Alte, Familien an Weihnachten, Bankhäuser, Kaufhäuser und öffentliche Bedürfnisanstalten. Und Nuhr, selbst im Westen Deutschlands geboren und aufgewachsen, scheut sich auch nicht, im Osten über die DDR zu "philosophieren". Ach ja, und wissen Sie übrigens, warum Gott ein Mann sein MUSS? "Gott muss ein Mann sein, sonst würde er zu uns sprechen" (Dieter Nuhr)















Fotos: Lars Frohmüller