Wie bereits so häufig in dieser Saison haben es die Zweitligahandballerinnen der SG Bandits Magdeburg/Barleben am vergangenen Wochenende nicht geschafft, sich mit einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten zu behaupten und somit den Lohn für ihre Arbeit einzufahren. Dreizehn schwache Minuten reichten auch gegen die TSG Wismar, um zwei mögliche Punkte leichtfertig aus der Hand zu geben und sich somit Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.
Dabei begannen die Gäste aus Sachsen-Anhalt zunächst recht ordentlich und konnten die zwischenzeitliche 4:2 (6.) Führung der Hanseaten nach neun Spielminuten bei 4:4 ausgleichen. Nach einer Auszeit von Banditstrainer Grzegorz Subocz agierten die Elbestädterinnen fortan besser in der Deckung und konnten sich so auch einige Vorteile im Angriff erarbeiten. Dies zahlte sich in der Folgezeit aus, denn nach Treffern von Schröder, Maue und Wysinski wiesen die Elbestädterinnen beim Stand von 7:5 (16.) erstmalig eine Zweitore-Führung auf, wobei man auch bis dato mit der Chancenverwertung haderte und sich so leichtfertig um eine höhere Führung brachte. Nutznießer waren die Gastgeberinnen, allen voran Franca Kühne, die Nachlässigkeiten in der Defensive der Magdeburgerinnen eiskalt bestrafte und somit großen Anteil am erneuten Ausgleich der TSG, beim Stand von 9:9 (20.) hatte. In den verbleibenden zehn Spielminuten bis zur Pause flachte dann auf beiden Seiten vor allem die Offensivleistung etwas ab, woraus jedoch keine Mannschaft Kapital schlagen konnte und es so mit einem leistungsgerechten 13:13 Unentschieden in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel bot sich auf Magdeburger Seite erneut das gleiche Bild wie bereits vor Wochenfrist. Körperlich schienen die Subocz-Schützlinge zwar anwesend, aber geistig noch in der Kabine zu sein. Anders ist der plötzliche Leistungsabfall der Bandits wohl nicht zu erklären, den die gastgebende TSG natürlich eiskalt ausnutze. Statt Tore zu werfen, produzierten die Elbestädterinnen Fehlwürfe sowie Ballverluste am Stück und musste im Gegenzug Tor um Tor hinnehmen. Binnen von 13 Minuten konnte die Sieben von Trainerin Marina Bratenkowa so von 13:13 auf 24:16 (43.) enteilen und folglich eine Art Vorentscheidung erzielen.
In der Folge besann man sich bei den Magdeburgerinnen wieder aufs Handballspielen, konnte aber lediglich den Abstand bis zum 24:18 (46.) konstant halten. Drei Treffer in Folge brachten die Gäste beim 19:24 (48.) zwar noch einmal in eine aussichtsreichere Position, jedoch verhinderten überflüssige Technik-und Regelfehler sowie eine nicht zufriedenstellende Chancenverwertung eine weitere Aufholjagd der Bandits. In den letzten zehn Minuten der Partie konnte es die Hanseaten so etwas ruhiger angehen lassen und spielten ihren sechs Torevorsprung vom 25:19 (50.) bis zum Abpfiff clever herunter, so dass die Subocz-Schützling nach 60 Minuten mit einer 23:29 Niederlage erneut als Verlierer das Parkett verließen.
Somit kommt es am kommenden Sonntag in der Barleber Mittellandhalle zum alles entscheidenden Aufeinandertreffen mit der HSG Stemmer/Friedewalde, was die Elbestädterinnen unbedingt siegreich gestalten müssen, um nicht noch von den Mindenerinnen überholt zu werden. Dazu bedarf es jedoch einer deutlichen Steigerung in allen Mannschaftsteilen und der Erkenntnis, dass man über die vollen 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abrufen muss, um am Ende als Sieger das Spielfeld zu verlassen.
Bandits: Hofmeister, Mracek – Maue 5/1, Sachse 4, Vogel 3, Schröder 3/1, Hubinger 2, Bartl 2, Schüler 2, Kracht 1, Wysinski 1, Mendler, Bange















Auch Anja Schröder konnte die Niederlage in Wismar nicht vermeiden. Foto: Verein