Im sechsten Anlauf des Jahres hat es für die Barleber Bandits endlich gereicht: Mit einer klasse Energieleistung sowie einem Quäntchen Glück konnten die Subocz Schützlinge am vergangenen Sonntag mit einem 30:25 Sieg beim PSV Recklinghausen punkten und haben somit zumindest wieder den Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt.
Dabei war es in der Anfangsphase zunächst der gastgebende PSV, der den Ton angab und folglich mit 2:0 (4.) in Führung gehen konnte. Zwar gelang Anja Schröder nach sechs Minuten der Anschlusstreffer zum 1:2, doch schienen die Gäste aus Sachsen-Anhalt noch nicht ganz bei der Sache zu sein, so dass Recklinghausen in den ersten Minuten immer wieder zu einfachen Toren über die Außen kam. Im Gegenzug ließen die Subocz-Schützling im Positionsangriff noch die finale Konsequenz im Torabschluss vermissen, wobei Iris Schultz im PSV Gehäuse ebenfalls einen glänzenden Start erwischte und sich mit guten Paraden auszeichnen konnte. Bis zum 7:5 (13.) durch Stefanie Reinhart waren die Gastgeberinnen das dominantere Team, sahen sich in der Folge aber einer viel aggressiveren Banditsabwehr gegenüber, die nun offensiv gegen den Ballführenden agierte und somit zu einfachen Ballgewinnen kam. Diese nutzen Jasmin Maue (15. & 18.) sowie die flinke Veronika Bange im Tempogegenstoß gnadenlos aus und brachten somit ihre Mannschaft nach 18 Spielminuten das erste Mal in Front.
Die folgende Auszeit auf Seiten der Gastgebers verfehlte ihre Wirkung jedoch nicht, so dass der PSV bis zur 23.Spielminute das Spiel beim 10:10 wieder ausgleichen konnte. Bei den Magdeburgerinnen versuchte in der Folgezeit zu überhastet zum Torerfolg zu kommen, so dass Recklinghausen ein ums andere Mal die Chance zur Führung hatte, jedoch serienweise an der glänzend parierenden Pauline Radke scheiterten. Bis zum Halbzeitpfiff bei 14:14 konnten beide Mannschaften so die Partie offen halten.
Nach dem Seitenwechsel erwischten zunächst die Gäste den besseren Start für sich und konnten durch Beatrice Vogel auf 15:14 (31.) vorlegen, wobei jedoch der gastgebenden PSV ebenfalls gefährlich blieb und in Stefanie Reinhart erneut die Schützin zum Ausgleich hatte. Aus Magdeburger Sicht stand fortan vor allem die Defensive deutlich besser, womit Recklinghausen auch deutlich zu kämpfen hatte. Doch auch im Positionsangriff sorgten Beatrice Vogel im linken Rückraum, sowie Steffi Wysinski auf der Spielmacherposition für deutlich mehr Torgefahr, als noch im ersten Durchgang, was man jedoch aufgrund von nachlässiger Chancenverwertung nicht deutlicher nutzen konnte. Bis zum 20:20 (45.) agierten beide Teams noch immer auf Augenhöhe, wobei bei den Bandits bis dato mehr drin gewesen wäre. Doch die Subocz-Sieben ließ sich davon nicht beirren und erspielte sich in der Abwehr weiterhin gute Ballgewinne, die durch gutes Umkehrverhalten sofort in gefährliche Tempogegenstöße umgewandelt werden konnten.
Anja Schröder brachte die Bandits folgerichtig nach 47 Spielminuten beim 24:22 erneut mit zwei Treffern in Führung, wobei die Elbestädterinnen auch danach wieder Nerven zeigten und es nicht schafften, in Ballbesitz die Führung auf mehr als zwei Treffer auszubauen. Somit behielt die Partie auch weiterhin ihre Spannung, wobei die Vertretung aus Sachsen-Anhalt insgesamt entschlossener wirkte und so den Druck zu Ende der Partie abermals erhöhte. Franziska Bartl erlöste Banditstrainer Grzegorz Subocz nach 57 Minuten und verzeichnete mit ihrem Treffer zum 27:24 die erste Drei-Toreführung. Die Partie schien bereits gelaufen, als Recklinghausen nach einer Auszeit plötzlich mit einer Manndeckung aufwartete und so beim 25:27 (58.) noch einmal Morgenluft witterte. Zwar hatten die Hannemann-Schützlinge kurze Zeit später sogar noch die Möglichkeit, vom 7m Punkt zu verkürzen, doch scheiterte Felicia Idelberger mit einem viel zu lässigen Heber an der überragend haltenden Pauline Radke. Den Schlusspunkt in einer eng umkämpften Partie setzte letztlich SG Torfrau Pauline Radke, die nach toller Parade den Ball mit der Schlusssekunde ins Recklinghäuser Tor beförderte und danach mit ihren Teamkameraden ausgiebig den doppelten Punktgewinn feierte.
Bandits: Radke 1,Hofmeister – Maue 7/2, Vogel 4, Hubinger 4/1, Schröder 4/1, Bange 4, Wysinski 4, Bartl 2, Mendler, Kracht, Sachse, Hartmann, Schüler















Eine super Teamleistung brachte für die Bandits die Wende gegen den PSV Recklinghausen. Foto: Verein