Hinter Cäsar stand Cleopatra, hinter Erich stand Margot, hinter Michael steht Marianne und hinter Angela steht Guido. Der Beweis, dass Frauen die wahren Führungsgrößen sind, ist längst erbracht. Die Geschichte der Frau war schon immer voller Missverständnisse. Deshalb wollen jetzt zwei Frauen der „Miss“ bei einer "Damenwahl" etwas mehr Verständnis verschaffen. "Damenwahl - Zwei Weiber mit Schuß" ist das neue Programm der Magdeburger Zwickmühle. Von der Stammbesetzung ist - logischerweise - nur die Dame dabei, nämlich Marion Bach. Sie hat sich eine langjährige Freundin als Unterstützung geholt, um mit ihr gemeinsam die Kabarettbühne unsicher zu machen. Die Schauspielerin Heike Ronniger hat kaum Kabaretterfahrung, ist eigentlich im Schauspiel zuhause, unternahm vor kurzem aber bereits bei der Leipziger Pfeffermühle einen Ausflug ins Satirefach. Was sie am Kabarett besonders spannend findet? "Der direkte Kontakt zum Publikum", so Ronniger. "Das ist einerseits, andererseits habe ich auch ein klein wenig Angst davor, die Reaktionen der Zuschauer so unmittelbar spüren zu können." Damit aus der Damenwahl aber keine reine Weiberwirtschaft wird, holen sich Marion Bach und Heike Ronniger den Musiker Oliver Vogt mit auf die Bühne. "Wir brauchen schließlich einen Quotenmann", so Marion Bach. Das Programm, so verrät sie, werde sehr musikalisch ausgerichtet, da brauche "Frau" einen Profi am Klavier. Doch wer Oliver Vogt kennt, der weiß, dass er wohl nur beim Klavierspielen nicht bleiben wird. Und er ist auch nicht der einzige Mann des Programms: Regie führt der gelernte Schauspieler Axel Timke, für den Kabarettregie absolutes Neuland ist. Die "Damenwahl" wird ein politisches Programm werden, verraten die drei Akteure. Doch die allseits bekannten Politikerinnen werden nicht auf der Bühne erscheinen, es wird ÜBER sie geredet. Die gängigen Frauenklischees werden nicht bedient, sondern eher vorgeführt. Und auch die Klassikerfrage wird gestellt: Warum können Frauen nicht einparken? Es geht um Frauen in der Gesellschaft, um Frauen aller Generationen, um Frauen in Führungspositionen, aber es soll kein Emanzipationsprogramm werden. Daher können sich durchaus auch Männer in die "Damenwahl" trauen. Premiere ist am 17. März in der Magdeburger Zwickmühle.