Naturtalent für Maßgeschneidertes
Was macht eigentlich Magdeburgs Modedesigner Ralf Schneidewind? Das bin ich schon des öfteren gefragt worden. Von seinen modisch aufwendigen Events in Magdeburg hatte ich fast immer berichtet. Und wie es manchmal so ist, traf ich ihn letzte Woche in Berlin. 2001 hatte Schneidewind Magdeburg verlassen, weil „ich neuen Input“ brauchte, wie er erzählt. Den Kontakt zu seinen Kunden aus Magdeburg pflegt er auch weiterhin. Alle zwei Wochen besucht er seine Heimatstadt und legt sich danach die Termine. Nach wie vor steht der 47-Jährige auf Materialmix, auf schlichte Mode mit kleinen Hinguckern. In seinem Atelier zeigt er ein Brautkleid und den Anzug für den dazugehörigen Bräutigam. Schon so etliche Promis ließen sich von ihm einkleiden, darunter auch Schauspielerin Iris Berben. Am Liebsten sind ihm jedoch die Kunden, die er hat, und die sich durch seinen Fummel verwirklicht fühlen. Ralf Schneidewind ist ein Naturtalent und absoluter Autodidakt. Der examinierte Krankenpfleger war auf der Station insbesondere bei den Schwestern heiß begeht. Wurde auf die Schnelle ein Kleidungsstück gebraucht, entwurf er und setzte sich an die Nähmaschine. Gern trifft er sich auch mit seinem Model Katrin Kühn. Eine Modenschau ohne sie hat es bei ihm wohl nicht gegeben. Mittlerweile kümmert sich Schneidewind nicht nur um seine maßgeschneiderten Outfits, sondern sorgt sich auch um das passende Design vom Scheitel bis zur Sohle und bis zum Blumenstrauß. Übrigens, dass mein Rock nicht gut saß, hat er mir gleich verklickert. Nun schneidert er für mich einen neuen.
Dickmanns wurden 20
Der aufkommende Wind brachte zwar so manch angebrachten Jubiläumsluftballon mit lautem Knall zum Platzen. Aber sie machten aufmerksam auf das TV-HIFI Studio am Lessingplatz. Um 160 Quadratmeter Fläche haben die Dickmanns im 20. Jubiläumsjahr ihre Verkaufsfläche erweitert. Und die präsentierten sie mit Produkt-Highlights ihren Kunden. Auf einen Innenarchitekten haben Brigitte und Jürgen Dickmann sowie Tochter Jule verzichtet. Selbst wurde Hand angelegt, echte Heimwerkerleistung war angesagt. Vor 20 Jahren übernahm Jürgen Dickmann von Obermeister H.-A.-Kühl-Müller den traditionsreichen Handwerkbetrieb für Rundfunk und Fernsehservice. Rosemarie Kühl-Müller gehörte auch mit zu den Gratulanten und war begeistert über den Ausbau ihres ehemaligen Geschäftes. Dickmann war langjähriger Mitarbeiter. Der gelernte Rundfunk- und Fernsehmechaniker, Meister und Ingenieur und seine beste Büroleiterin, Ehefrau Brigitte, wie er mir schmunzelnd erzählt, begannen peu à peu die neuen Geschäftsfelder Handel mit Heimelektronik und Sat-Antennen und Montage zu integrieren. Um immer auf dem Laufenden zu sein, gehören Messebesuche und Weiterbildungen zum Pflichtprogramm. Wie der Chef mir sagt, sind ihm Kundengespräche am Liebsten, wo in lockerer Atmosphäre ein Dialog zwischen ihm und Käufer entsteht. Brigitte und Jürgen Dickmann sind bekennende Udo-Jürgens-Fans. Na, und den haben sie natürlich auch auf Schallplatte, denn die ist wieder voll im Trend, erzählt mir der Kenner. In der Freizeit ist Angeln angesagt mit Sohn Christopher oder auch Tennis, „aber nur wenn die Knie es erlauben“. Seine Frau indes pflegt ihren grünen Daumen im Garten. Mit Optimismus und Tempo und hoffentlich bei guter Gesundheit sollen die nächsten 20 Jahre gemeistert werden. Tochter Jule studiert schon mal BWL.
Spanischer Botschafter zu Gast
„Ein phantastischer Dom, wohl einer der schönsten in ganz Europa“. Der spanische Botschafter Rafael Dezcallar y Mazarredo war total begeistert. Seit seiner Ernennung zum Botschafter im Jahr 2008 war dies erst sein zweiter offizieller Besuch in Sachsen-Anhalt. Als Tourist hat er aber unter anderem schon Wittenberg und Naumburg besucht und daran erinnere er sich gern. Nun war er aber Gast eines Jahresempfanges der Magdeburger Europa-Union. Deren Vorsitzende Alexandra Mehnert freute sich über seine Zusage. In seinem Vortrag mit dem Titel „Die EU-Ratspräsidentschaft Spanien im Jahr 2010“ stellte er sein Heimatland nicht wie man vermutet nur als Reiseland vor, sondern als Hightech -Standort. Seine knappe Freizeit verbringt der Botschafter am Liebsten mit seiner Familie und beim Lesen. Ab und zu gibt es dann auch mal eine Partie Tennis. Auch den Moderator des Empfanges, Minister Reiner Haseloff, verbindet so einiges mit Spanien. So hat er das Land mit seiner Familie bereist und bei dieser Gelegenheit auch den spanischen Rotwein schätzen gelernt. Darüber hinaus wird er als Präsident des Netzwerkes der Europäischen Chemie-Regionen (ECRN) in wenigen Tagen zu einem Kongress nach Barcelona reisen. Weitere Gäste waren u.a. der Magdeburger Politikprofessor Wolfgang Renzsch, der CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Sturm, der Landesvorsitzende der Europa-Union Steffen Schüller sowie der stellv. CDU-Kreisvorsitzende Tobias Krull.














