Die Veranstaltungen des Puppentheaters besuchten insgesamt 48.147 Kinder und Erwachsene. Das ist im Vergleich zum Festivaljahr 2007 eine Steigerung um 3 % im Besuchsergebnis und zum Vorjahr eine Steigerung der Zuschauernachfrage von 20%. Das Magdeburger Haus, gehört damit lt. Statistik des Deutschen Bühnenvereins neben den Puppenbühnen in Köln und Augsburg zu den erfolgreichsten in Deutschland . Die durchschnittliche Auslastungsquote aller Veranstaltungen lag bei 93 %. Allein im Monat Dezember werden von dem kleinen Ensemble mit 33 Mitarbeitern, insgesamt 75 Vorstellungen präsentiert und die beiden Silvestervorstellungen sind seit Wochen ausverkauft.
Dass das Magdeburger Puppentheater dabei auch auf ein überregional beachtetes künstlerisches Interesse verweisen kann, davon zeugen u. a. Berichterstattungen in Fachzeitschriften, „Theater der Zeit“ schreibt dazu in seiner Septemberausgabe, „dass das Magdeburger Puppentheater durch ein stark agierendes Ensemble und hohe künstlerische Qualität der Inszenierungen aufmerkt und aufmerken lässt „. Dafür stehen insbesondere Inszenierungen wie „Corpus delicti“ nach dem Buch der renommierten deutschen Schriftstellerin J. Zeh oder „Reineke Fuchs“ nach Motiven des Goetheklassikers.
Aber auch das vom 12. bis 18. Juni durchgeführte 8. Internationale Figurentheaterfestival „Blickwechsel“ hat sich zwischenzeitlich unter der künstlerischen Leitung von F. Bernhardt zu einem europäischen Schwerpunkt der Szene mit hoher künstlerischer Qualität entwickelt. Das einwöchige Festival besuchten insgesamt 7.000 Zuschauer.
Die Open Air-Projekte, die das Magdeburger Puppentheater für dieses Festival produziert, sind im weltweiten Figurentheater einmalig. Nicht zuletzt, so stellt Kempchen fest, trägt das Festival dazu bei, dass das Magdeburger Puppentheater mehr und mehr eine Botschafterfunktion für Magdeburg und Sachsen-Anhalt übernommen hat und auf Kunst- und Kultur im Land aufmerksam macht.
So war 2009 u. a. das Gastspiel „Oskar und die Dame in Rosa“ in den USA von einem großen Erfolg geprägt und erstmalig wurde eine durch das Goethe-Institut getragene Tournee des Theaters durch die baltischen Staaten vor 2.000 Besuchern absolviert.
Für 2010 sind die ersten internationalen Gastspiele schon fest vertraglich gebunden. So u. a. in Österreich und den Niederlanden.
Ein weiteres wichtiges Vorhaben für die kleinsten Besucher wird bereits im Februar 2010 das Licht der Bühne erblicken. Der Kinderbuchklassiker „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ wird in 21 bereits ausverkauften Vorstellungen zu erleben sein.
In seiner Verantwortung kulturelle Bildung zu befördern, werden durch das Team des Puppentheaters und der Jugendkunstschule vom 18.06. bis 20.06.2010 die 3. „Kinderkulturtage“ Magdeburg organisiert und durchgeführt. An zahlreichen, dabei auch neuen Orten werden viele Angebote zum Mitmachen und Zuschauen einladen. Alle Angebote werden kostenlos sein, um allen Kindern die Chance zur Teilnahme zu geben.
Mit besonderer Vorfreude sieht das Ensemble der Premiere des Hofspektakels am 02. Juli 2010 entgegen. Diese traditionsreiche Magdeburger Veranstaltung wird im kommenden Jahr unter dem Titel „Ich bin nicht lustig …“ zu erleben sein. Grundlage bildet hierfür das anlässlich des 50jährigen Bestehens des Theaters erschienene gleichnamige Buch des Autors Prof. Hans-Jochen Menzel. Menzel, der Leiter des Fachbereiches Puppenspiel an der HS „Ernst Busch“ in Berlin ist, übernimmt auch die Regie der Inszenierung, die durch frechen Witz, Gesang, Schau- und Puppenspiel gekennzeichnet ist. Wichtige historische Ereignisse und historische Persönlichkeiten Magdeburgs aus drei Jahrhunderten werden in dieser Inszenierung vor den Augen der Zuschauer Revue passieren.















Ein Höhepunkt des Jahres 2009 im Puppentheater: "La Notte" im Schiffshebewerk. Foto Frohmüller