Hoffmeister studierte an der seit 1950 als Fachschule für angewandte Kunst firmierenden Einrichtung bis 1953 Fotografie und Reproduktionstechnik. Schon während seiner kurzen Tätigkeit als Oberassistent und Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee hatte er sein freies Werk zu entwickeln begonnen. Nationale Beachtung fand Konrad Hoffmeister in den 90er Jahren mit der Porträtserie „Ansichten zu Deutschland“. Neben einigen Arbeiten aus der Studienzeit kann die Magdeburger Ausstellung erstmals einen umfassenden Einblick in das bis heute weitgehend unbekannte, vor dem Bau der Berliner Mauer entstandene Frühwerk geben, in dem sich Sozialkritik, Poesie, Erzählfreude und sarkastische Kühle zu einer sehr typischen Melange vereinigen. Ihm stehen die Fotos der Jahre 1997/98 gleichsam wie ein Pendant gegenüber. Atemlos zieht Hoffmeister durch Hinterhöfe, Kneipen und Rummelplätze, um sie und ihr Personal wenigstens mit seiner Kamera vor der Sanierung zu retten. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Beispiele aus den großen Porträtfolgen und seiner Kristallfotografie. Die Ausstellung wird kommenden Dienstag, 12. Januar, um 19.30 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Konrad Hoffmeister: Fotograf“ eröffnet, den André Rehse 1997 für die Deutsche Welle drehte. Die Ausstellung ist im Forum Gestaltung, Brandenburger Straße 10 bis zum 26. Februar, montags bis freitags 14 bis 18 Uhr, nach Absprachen und zu den anderen Veranstaltungen zu sehen