Der ehemalige Bundeligaspieler (GWD Minden) absolvierte seine erste Trainerstation beim damaligen Zweitligisten OHV Aurich, den er im Jahr 2006 auf den vierten Tabellenplatz führte. 2007 wechselte er zur TSV Hannover-Burgdorf. Im Januar 2009 erwarb Carstens die Trainer-A-Lizenz des Deutschen Handballbundes als Lehrgangsbester. Im Juni gelang über die Relegation der Bundesligaaufstieg mit der TSV, gleichbedeutend mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Hinrunde beendete die TSV als Tabellenvierzehnter mit drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Frank Carstens war einer von drei heißen Kandidaten, die für uns in Frage kamen und mit denen wir konkret gesprochen haben. Er war einer der Kandidaten, weil er als junger Trainer sowohl in Aurich als auch in Hannover-Burgdorf auf sich aufmerksam gemacht hat. Er hat in den persönlichen Gesprächen einen überragenden Eindruck hinterlassen, ist ambitioniert, motiviert und engagiert. Carstens möchte als Trainer nach oben, mit dabei sein, wenn der SCM in der Tabelle wieder weiter nach oben kommt. Zudem hat Frank Carstens ein gutes Verhältnis zu Christan Prokop. Eine ideale Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Bundesligamannschaft, den Youngsters und den Nachwuchsteams“, begründet Vizepräsident René Bethke die Verpflichtung des gebürtigen Rotenbur- gers (Wümme). Bethke weiter: „In der Vergangenheit hat der SCM gute Erfahrung mit Trainern gemacht, die zum Zeitpunkt ihres Wechsels nach Magdeburg qualifiziert und ehrgeizig, aber was die Trainertätigkeit in der ersten Liga betrifft, unerfahren waren. Alfred Gislason kam vom Zweitligisten VfL Hameln; Bogdan Wenta war Co-Trainer in Flensburg und hatte zuvor eigenverantwortlich nur die Flensburger Reserve trainiert. Beide gehören inzwischen zu den ganz Großen im Geschäft. Dieses Potenzial sehen wir bei Frank Carstens auch. Er hat in seiner kurzen Karriere als Trainer schon sehr viel erreicht!“ Frank Carstens, der im Juni mit seiner Ehefrau Svenja und den beiden Töchtern Franka (5) und Finja (6) nach Magdeburg ziehen wird: „Es war immer mein Ziel, einen Top-Verein zu trainieren. Demnach musste ich das Angebot vom SCM annehmen. Der SCM hat gemessen an der Vergangenheit zwar momentan nicht seine beste Phase, aber es gibt ein riesiges Potenzial dieses Kultvereins, wieder eine Top-Adresse zu werden. Ich traue mir zu, dabei zu helfen.“ Von Anfang Januar bis zum 30. Juni 2010 übernimmt Sven Liesegang das Training. „Wir sind froh, in den eigenen Reihen jemanden gefunden zu haben, der bis zum 30. Juni die sportliche Verantwortung für die erste Mannschaft übernimmt“, kommentiert der sportliche Leiter, Steffen Stiebler, das Engagement des 40-Jährigen. Stiebler weiter: „Der Mannschaftrat hat sich einstimmig für Sven ausgesprochen. Wir haben absolutes Vertrauen zu ihm.“ Liesegang stieß bereits 1983 zum SC Magdeburg, wurde mit dem Verein u.a. DDR- und Deutscher Meister, DHB-Pokalsieger und gewann 2002 die Champions-League. Von 2003 bis 2007 war er als Spielertrainer beim Zweitligisten SV Anhalt Bernburg aktiv, zuletzt trainierte er den Regionalligisten Glinde. Liesegang ist im Besitz der Trainer A-Lizenz des DHB. Bis zum Trainingsauftakt im Januar wird feststehen, wer Liesegang zur Seite stehen wird, damit er seine Aufgaben als Jugendkoordinator weiterhin wahrnehmen kann. „Für mich ist es eine große Herausforderung in meinem Verein und in der jetzigen Situation, als Trainer der ersten Bundesligamannschaft, zu arbeiten. Ich weiß, dass es in der kurzen Zeit keine einfache Aufgabe ist. Aber gemeinsam mit der Mannschaft werden wir alles tun um eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.“















Der neue Trainer mit seiner Famile.