Nach einer durchzechten Nacht erwacht Lenglumé in seinem eigenen Bett neben einem wildfremden Mann. Es ist sein alter Schulkamerad Mistingue, mit dem er nach einem Klassentreffen gewaltig abgestürzt ist. Beide haben keine konkrete Erinnerung an den Verlauf ihrer nächtlichen Sauftour. Was ein Häubchen, eine Haarlocke, ein Damenschuh und ein Stück Kohle in ihren Hosentaschen zu suchen haben, gibt den verkaterten Schädeln Rätsel auf. Aber als Madame Lenglumé am Frühstückstisch in der Zeitung liest, dass der Leichnam eines Kohlenmädchens in der Rue de Lourcine gefunden wurde, keimt in den beiden Ehrenmännern der schreckliche Verdacht: Sie sind die grausamen Mörder … Eugène Labiche (1815–1888) ist ein Meister der Pariser Gesellschaftskomödie des 19. Jahrhunderts. Mit atemberaubend komischer und leichter Hand zeigt er die Abgründe, geheimen Träume und die Mordslust unserer Gesellschaft. Regie führt der Schauspieler und Komödienspezialist Herbert Fritsch. In der Presse wurde er u. a. als „Altmeister des gehobenen Theaterklamauks“ bezeichnet. Fritsch wirkt neben seiner Theaterarbeit als Medien-Künstler und begann bereits in den 1980er Jahren seine Arbeit mit Kunstfilmen. Die Vernetzung der verschiedenen Künste und Medien in Fritschs Arbeiten werden immer deutlicher und verdichten sich zusehends. Seit 2000 münden alle Bestrebungen im intermedialen Kunstprojekt „hamlet_X“. Dieses Projekt zeigt sich in fast allen Medien und Ausdrucksformen. Fritsch ist dabei Schauspieler, Film- und Theaterregisseur, Autor, Performer, Fotograf und Zeichner. Herbert Fritsch lebt in Berlin und arbeitet an verschiedenen deutschen Bühnen (z. B.: Volksbühne-Berlin, neues theater halle, Theater Oberhausen). Für das Theater Magdeburg schuf die Übersetzerin Sabrina Zwach, mit der Fritsch eine längere Zusammenarbeit verbindet, eine eigene temporeiche Fassung der Komödie. Neben den beiden Protagonisten Jonas Hien und Bastian Reiber spielen Heide Kalisch, Frank Benz sowie Axel Strothmann.















Bastian Reiber und Jonas Hien.