Er ersetzt den erfolgreichen Pakt für Ausbildung und bündelt verschiedene Instrumente und Kompetenzen zur Fachkräftesicherung für die heimische Wirtschaft. Ziel sei es, das Bildungs­sys­tem auf die Bedürfnisse von Fachkräfteangebot und -nachfrage abzustimmen sowie die Wirtschaft auf den demographischen Wandel in den kommenden Jahren einzustellen.

Bis zum Jahr 2016 wird im Vergleich zu 2009 mit 13 Prozent ein deutlicher Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter in Sachsen-Anhalt zu verzeichnen sein. Für Unternehmen wird es damit schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden, dafür steigen jedoch die Beschäftigungschancen für gut ausgebildete Fachkräfte an.

Problem ist dabei vor allem, dass die Jugendlichen die Schule zunehmend ohne Abschluss beenden. „Wir müssen die Ausbildungsfähigkeit aller sichern und keinen zurücklassen“ betont IHK-Präsident Klaus Olbricht. Auch Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Reiner Haseloff unterstützt diesen Ansatzpunkt. „Ein Sozialstaat ist dafür verantwortlich, alle zu unterstützen, die nicht von allein den Sprung in die Arbeitswelt schaffen.“

Finanziert wird der Fachkräftesicherungspakt aus dem normalen Budget des Arbeitsministeriums, da keine zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen. Zunächst ist der Pakt auf drei Jahre angelegt, wird aber im Erfolgsfall verlängert werden.