In einem eher schwachen Zweitligaspiel vergaben die Gäste von der Elbe vor allem im zweiten Spielabschnitt immer wieder die Möglichkeit, sich entscheidend abzusetzen und waren im Endeffekt mit einer Punkteteilung noch glücklich bedient. Während bei den Dolphins vor allem Maria Wurlitzer (9/4 Tore) für Torgefahr sorgte, trafen bei den Bandits Anja Schröder (9/6), Anne Hubinger (5/1) sowie Veronika Bange am häufigsten.

So richtig Freude aufkommen, wollte nach dem 28:28 Unentschieden zwischen dem Rostocker HC sowie den Damen der SG Bandits Magdeburg/Barleben bei keinem der Beteiligten. Mit einer über weite Strecken unzureichenden Leistung haben sich die Elbestädterinnen ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk selber verbaut und musste sich am Ende mit einer glücklichen Punkteteilung zufrieden geben. Dabei hatte die Sachsen-Anhalterinnen vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit einen kollektiven Blackout, der die bis dato harmlosen Rostockerinnen binnen acht Minuten wieder zurück ins Spiel brachte und so den anvisierten doppelten Punktgewinn für die Magdeburgerinnen in weite Ferne rücken ließ.

Zu Beginn der Partie merkte man den Gästen aus Sachsen-Anhalt zunächst die einwöchige Spielpause an, denn es bedarf erst einiger Fahrkarten seitens der Bandits, ehe die Magdeburgerinnen erstmal richtig Torgefahr ausstrahlten. Anja Schröder brachte die Bandits mit zwei Treffern vom Siebenmeter-Punkt nach acht Spielminuten mit 2:1 in Front und bestrafte so die bis dato schlechte Deckungsleistung der Rostockerinnen. Zwar konnte Franziska Bartl nach zehn Minuten mit einem Doppelpack nachlegen, aber auch bei den Magdeburgerinnen stimmte die Abstimmung im Deckungsverband noch überhaupt nicht, so dass Rostock bis zum 7:7 Ausgleich (18.) durch Stefanie Kohsmann auch weiterhin auf Tuchfühlung blieb. Eine sich nun steigerde Pauline Radke im Bandits-Gehäuse sowie ein 3:0 Lauf der Gäste brachten die Bandits bis zur 22. Minute beim Stand von 10:7 erstmal mit drei Treffern in Front.

Nach einer Rostocker Auszeit stellte auch Banditstrainer Grzegorz Subocz um und brachte Anne Hubinger sowie Beatrice Vogel im Rückraum, woraufhin das Angriffsspiel der Magdeburgerinnen auch deutlich an Fahrt gewann. Ein Treffer von Vogel (24.) sowie ein Doppelpack von Hubinger brachte die Elbestädterinnen 5 Sekunden vor Ultimo schließlich mit 15:10, ehe ein kollektives Pennen der Banditsabwehr in der Schlusssekunde noch den 15:11 Anschlusstreffer durch Evelyn Schulz zuließ. Ein ähnliches Bild bot sich den Zuschauern auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Während die Dolphins aufopferungsvoll um jeden Ball kämpften, schienen die SG Damen allesamt noch in der Kabine zu sein. Die Konsequenz war ein 7:1 Lauf der Dolphins, dem Susanne Kordt schließlich mit der 18:16 (40.) Führung für die Hausdamen die Krönung aufsetzte. Nach einer Auszeit durch Banditstrainer Subocz schienen seine Damen zumindest auf dem Feld angekommen zu sein undstanden fortan besser in der Abwehr, was Karleen Hartmann (44.) sowie zwei Mal Veronika Bange (46.) mit ihren Treffern ausnutzen konnten und so die Elbestädterinnen wieder mit 21:20 auf Kurs brachten. Leider war der Lauf der Bandits nur von kurzer Dauer, denn zwei Zeitstrafen gegen Stefanie Wysinski und Yvonne Sachse brachten die Dolphins im Gegenzug in doppelter Überzahl wieder mit 23:21 (49.) in Front.

Bei den Bandits stellte Trainer Grzegorz Subocz im Angriff noch einmal komplett um und bot mit Anne Hubinger sowie Beatrice Vogel wieder zwei Aktivposten auf, die mit ihren Treffern beim 24:24 (51.) erneut ausgleichen konnten. Die Partie stand nun auf Messers Schneide, wobei auf beiden Seiten die Fehlerquote deutlich zunahm. Bis zum 27:27 (56.) durch Anja Schröder konnte sich so kein Team mehr entscheidend absetzen, ehe Anne Hubinger schließlich den 28:27 (57.) Führungstreffer für ihre Bandits erzielen konnte. Doch auch in Führung liegend versagten bei den Magdeburgerinnen im Abschluss die Nerven, so dass die Chancen zum Ausbau der Führung ungenutzt blieben, was Maria Wurlitzer mit ihrem Treffer zum 28:28 (59.) Ausgleich postwendend bestrafte. Da die Bandits in Ballbesitz 20 Sekunden vor Ultimo überhastet abschließen wollten, hatte Rostock im Gegenzug noch einmal die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen. Doch auch Evelyn Schulz versagten 5 Sekunden vor Ende die Nerven, so dass Anja Schröder freistehend vor dem Tor mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer auf der Hand hatte, jedoch am Rostocker Pfosten scheiterte.

Ehe es für die Magdeburgerinnen im neuen Jahr erst wieder am 17.01.2010 gegen den TSV Nord Harrislee im Ligabetrieb ernst wird, wartet bereits am 10.Januar in der Barleber Mittellandhalle mit dem Frankfurter HC in der dritten Runde des DHB Pokals ein wahrhafter Brocken auf die Subocz Schützlinge.