Das rund neun Meter lange slawische Einbaumboot aus Ziesar – über Jahrzente eines der herausragenden Exponate des Kunsthistorischen Museums Magdeburg – wechselte heute in den Besitz des Landes Brandenburg. Dort wurde es vor 75 Jahren gefunden. Nach längeren Bemühungen der Stadt Ziesar um Rückgabe des herausragenden Fundes hat die Stadt Magdeburg der Herausgabeforderung des Landes Brandenburg zugestimmt. Das fast 1.000 Jahre alte Eichen-Boot geht in die Obhut des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums über.

Der Einbaum aus dem 11. Jahrhundert, der 1935 unter dem Dammweg des verlandeten „Alten Sees“ südlich von Ziesar entdeckt wurde und als Beleg für die hochmittelalterliche Binnenfischerei und Binnenschifferei in der Region gilt, war das größte Exponat im Kulturhistorischen Museum Magdeburg. Direktor Prof. Dr. Matthias Puhle betonte: "Trotz dem der Einbaum nun in Wünsdorf ausgestellt wird, ist er nach wie vor der Öffentlichkeit zugänglich. Er ändert lediglich seinen Standort." In Magdeburg war der Einbaum der Öffentlichkeit jedoch letztlich im Jahr 1998 zugänglich. Durch die Sonderausstellungen des Museums, mussten viele Dauer-Exponate wie dieser Einbaum weichen.