Was tun, wenn die Schule vorbei ist? Diese Frage stellen sich viele Schülerinnen und Schüler nach dem erfolgreichen Abschluss. Einige entscheiden sich nicht gleich für eine Ausbildung oder ein Studium, sondern möchten sich anderweitig weiterbilden und eine kleine Auszeit von der Schulbank nehmen.
Bereits seit zehn Jahren gibt es deshalb das Freiwillige Soziale Jahr Kultur. Rund 70 Freiwillige pro Jahr allein in Sachsen-Anhalt können für 12 Monate Einblicke in die Welt eines Theaters, Museums, einer Bibliothek oder eines soziokulturellen Zentrums bekommen, sich für diese Einrichtung engagieren, eigene Projekte entwickeln und Ideen umsetzen. Dabei wird die Freiwilligkeit der Teilnahme mit einem monatlichen Taschengeld inklusive Zuschüsse zur Unterkunft und Verpflegung neben dem weiterhin gültigen Anrecht auf Kindergeld finanziell unterstützt.
Am gestrigen Dienstag verabschiedeten sich die FSJ-ler des ablaufenden Programmjahres unter dem Motto „KultiWIRung“. Gleichzeitig wurden die neuen Teilnehmer begrüßt, denn das FSJ beginnt stets am 1. September eines jeden Jahres.
Kultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff lobte bei der Veranstaltung das Engagement der Jugendlichen. Sie sieht das FSJ als „Möglichkeit, in der wir beziehungsweise Sie Dinge tun, die wir für wichtig halten.“ In Sachsen-Anhalt werden insgesamt 73 Plätze in 60 kulturellen Einrichtungen angeboten. Die komplette Förderung des FSJ Kultur beträgt 220.800 Euro, die jeweils zur Hälfte vom Kultusministerium und vom Sozialministerium getragen werden.
Neben dem FSJ Kultur kann das Freiwillige Sozialen Jahr auch in den Gebieten Sport, Politik, Denkmalpflege und im sozialen oder ökologischen Bereich abgeleistet werden.















Kultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff begrüßt die neuen und verabschiedet die alten FSJ-ler im Bereich Kultur. Foto: Klimek