Daher konnte dieses Angebot, das insbesondere von Schulklassen wahrgenommen wird in diesem Jahr nicht angeboten werden. Grund dafür sind Umgestaltungsmaßnahmen auf dem Museum, die es erforderten die „Megedeborch“ zu schließen. Der Neubau wird teilweise auch auf dem ehemaligen Areal der Spielstätte errichtet, so dass es nötig war, die mittelalterliche Stadt etwas zu verschieben. Durch diesen Umstand wurde das Areal der „Megedeborch“ auch etwas verkleinert. 80 Prozent der ehemaligen Spielfläche stehen allerdings weiter zur Verfügung. „Der Marktplatz wird verdichtet“, sagt Dr. Karlheinz Kärgling, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des Kulturhistorischen Museums. Weiterhin wird es zwei Klassen gleichzeitig möglich sein, in der „Megedeborch“ in die Rolle von Personen zu schlüpfen, die typische mittelalterliche Berufe ausgeübt haben (auch Schmied, Töpfer oder Tischler).
Seit April dieses Jahres sind Mitarbeiter der AQB bereits damit beschäftigt, die „Megedeborch“ nach und nach umzubauen. Dabei war es auch nötig, komplette Häuser umzusetzen, eine Sisyphosarbeit. Die Schausteller packen dabei selbst mit an.
Das gemeinsame Projekt „Megedeborch“ der AQB, des Jobcenter und des Museums ist weit über die Landesgrenzen Sachsen-Anhalts hinaus bekannt und beliebt. Aus Brandenburg, Niedersachen, Thüringen, selbst aus dem Süden Deutschlands reisen Schülergruppen an, um eine Zeitreise in das Mittelalter antreten zu können.
Pünktlich zum Museumstag 2011, der ist am 15. Mai, soll die „Megedeborch“ wieder ihre Pforten öffnen und Schüler in ihren Bann ziehen. Vorher gibt es bereits einen kleinen Schnupperrundgang: Am Sonntag, 19. September, ab 15 Uhr haben Erstklässler die Möglichkeit den voranschreitenden Neugestaltungsprozess im Innenhof des Museums zu besichtigen.
Das Thema der „Megedeborch“ 2011 wird vom Erzbischof Wichmann von Seeburg handeln, dessen Gebeine Anfang dieses Jahres bei Grabungen im Magdeburger Dom gefunden wurden. Wichmann war einer der bedeutendsten Kirchenfürsten seiner Zeit und galt als enger Vertrauter Kaiser Friedrichs I. Barbarossa.















Mitarbeiter der AQB justieren das Stadttor der „Megedeborch“ bevor es in seine Angeln gehoben wird. Foto: Mikulas