Ist es nur eine Sehschwäche? Von seinem Hausarzt wurde der renommierte Sänger und Musikprofessor Dr. P. (Roland Fenes) zum Neurologen geschickt, nachdem sich in seinem Alltag die Merkwürdigkeiten häuften: Mal spricht er mit dem Armknauf seines Stuhls, mal fragt er eine Parkuhr nach dem Weg. Jetzt sitzt P. vor Dr. S. (Manfred Wulfert), der ihn diverser Tests unterzieht: Linien und geometrische Körper beschreibt P. tadellos, aber alltägliche Gegenstände ihrem Nutzen nach einzuordnen, misslingt ihm. Wozu eine Krawatte gut ist, weiß er nicht, ein Handschuh ist für ihn nicht mehr als ein Behälter. Wie kann er so den Alltag meistern? Ohne seine Frau (Ks. Ute Bachmaier), die ihm Sicherheit durch Rituale gibt, und ohne die Musik Robert Schumanns, mit deren Hilfe er Zusammenhänge erkennt, wäre er aufgeschmissen! Als er versucht, den Kopf seiner Frau anstatt eines Hutes aufzusetzen, ist die Gattin mit ihrem Latein am Ende – und Dr. S. kommt seiner Diagnose immer näher …

Hinter dem absurd-witzigen Titel verbirgt sich ein Bestseller des Neurologen Oliver Sacks, der den Komponisten Michael Nyman so sehr faszinierte, dass er daraus eine gut einstündige Kammeroper machte. Michael Nyman wurde der Öffentlichkeit vor allem als Filmkomponist bekannt, insbesondere für die Filme von Peter Greenaway, aber auch für Kinokassenschlager wie „Gattaca, Das Ende einer Affäre“ und vor allem Jane Campions „Das Piano“, seinem größten kommerziellen Erfolg.

Im Anschluss an die letzte Vorstellung am Sonntag, 31. 1. 2010, findet ein Nachgespräch mit dem renommierten Magdeburger Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Wolf von der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität und Mitgliedern des Ensembles im Schauspielhaus/Foyer statt.