Die Augen der Teilnehmer strahlten, als der Olympiasieger und mehrfache Weltmeister Mark Zabel bei herrlichstem Wetter um die Ecke des Bootshauses im Salbker Yachthafen bog. Darauf hatten sich alle gefreut. Die Autogrammkarten des Sportidols fanden sofort reißenden Absatz. Nach einer kurzen Einweisung und der Verteilung der Schwimmwesten, wurde die "Frohe Zicke" ins Wasser gesetzt. Das Tempo und den Rhythmus der Paddelschläge während der Fahrt gab Mark Zabel, der bis zum Werder mitfuhr, an.

„Ich habe generell ein offenes Ohr für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Jedem kann so etwas passieren. Auch in der eigenen Familie und im Freundeskreis. Gerade heutzutage ist das ein brisantes Thema. Man kann schnell in eine Situation geraten, in der man Hilfe benötigt. Deshalb unterstütze ich gern die Arbeit der Sozialarbeiter“, so Zabel offenherzig.

Mit leichten Paddelschlägen zischte das Kanu vorbei am Domfelsen. Das leichte Hochwasser machte die Elbe an dieser Passage noch schneller als gewohnt.

Der Ausflug auf der Elbe hat bereits Tradition: Bereits zum 10. Mal organisiert ABW-Einrichtungsleiter René Kwasniewski gemeinsam mit dem ehemaligen Kanuten Gerd Rentzsch den Ausflug auf dem Fluss. „Die Kanutour ist für uns alle immer ein mit Spannung erwartetes Abenteuer. Gerade für die Suchtkranken ist der Ausflug eine willkommene Abwechslung im Alltag. Sie können ihre eigenen Grenzen kennenlernen, sportliche Leistungen gemeinsam vollbringen und ihre Probleme einmal vergessen“, erklärt Kwasniewski.

Nach der Ankunft um 13.30 Uhr in Rogätz servierte Monika Rentzsch, die mit dem Auto zur Landestelle fuhr, eine deftige Grillmahlzeit, die die Teilnehmer der 29 Kilometer langen Paddeltour wieder zu Kräften kommen ließ.