France Damian inszeniert unter dem Titel „Komplexe/ Weiberkomödie“ von Heiner Müller die Geschichte einer jungen Frau von heute, die sich in die vermeintlich geordneten Verhältnisse der 50er Jahre in der DDR zurückträumt. Es spielen Iris Albrecht, Christiane-Britta Boehlke, Isolde Kühn, Julia Schubert, Babette Slezak und Alexander Absenger. Premiere ist am Freitag, 12. 2., 19.30 Uhr, im Foyer des Schauspielhauses. Die zweite Vorstellung folgt bereits am Sonnabend, 13. 2., 19.30 Uhr. Stephanie Sewella inszeniert für das Schauspielhausstudio „Der Mann der die Welt aß“. Das Stück des jungen Autoren Nis-Momme Stockmann gewann u. a. beim Heidelberger Stückemarkt 2009 und erhielt dort zudem den Publikumspreis. In Magdeburg hat die zweite Inszenierung nach der Uraufführung in Heidelberg am Sonnabend, 13. 2., 19.30 Uhr, Premiere. Die namenlose Hauptfigur von „Der Mann der die Welt aß“ hat offenbar jahrelang gut funktioniert, doch dann muss ihn irgendetwas aus dem Tritt gebracht haben. Aus eigenem Antrieb hatte er sich von Frau und Kindern getrennt, dann verlor er seine Arbeit. Jetzt wendet sich auch noch sein Vater an ihn und sucht Schutz: Eine Demenzerkrankung zeigt ihre ersten Spuren. Die echten oder vermeintlichen Ansprüche der anderen und sein eigenes Selbstbild treiben den Sohn immer weiter in die Enge… „Der Mann der die Welt aß“ ist ein Stück über das Tabu Kapitulation in einer gewinnorientierten Gesellschaft. Es spielen Susanne Krassa, Ralph Martin, Sebastian Reck, Martin Reik und Peter Wittig. Die zweite Vorstellung läuft am Freitag, 19. 2., 19.30 Uhr.

Der Spiegel über „Der Mann der die Welt aß“ »Eine Studie über einen Egozentriker, dessen Ego ins Wanken gerät, einen Erfolgsmenschen, der plötzlich keinen Erfolg mehr hat. Doch ihn regiert ein Dogma des Durchhaltens. ›Kapitulation‹ sagt Stockmann ›ist keine Option im Kapitalismus‹. Diese Diagnose verpackt Stockmann in klassische Dialoge und eine effektfreie Sprache; die Figuren wirken ebenso gewöhnlich wie ihre Probleme. Es könnte ein Erfolgsrezept sein, über den Hype hinaus.«