Mit der Namensvergabe liegt die Hermann-Gieseler-Halle, der ehemaligen Wirkungsstätte des Trainers, künftig am Klaus-Miesner-Platz. Miesner hatte die Handballer des SC Magdeburg bereits 1968 als Übungsleiter übernommen und bis zu seinem Ableben zu einer der erfolgreichsten Mannschaften der Handballwelt geformt. Dank der kontinuierlichen und präzisen Arbeit errang der SCM zahlreiche Titel in der Miesner-Epoche.

„Mit der vom Stadtrat beschlossenen Namensgebung würdigt die Landeshauptstadt eine der größten Identifikationsfiguren des Magdeburger Handballs“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Klaus Miesner war nicht nur ein erfolgreicher Trainer, sondern auch eine Persönlichkeit, die Handball gelebt und die Entwicklung des Handballsports in Magdeburg in hohem Maße geprägt hat. Die Hermann-Gieseler-Halle war seine langjährige Wirkungsstätte. Ab Mittwoch trägt der Platz vor der Halle seinen Namen.“

In mehr als zwei Jahrzehnten formte Klaus Miesner zahlreiche Weltklassespieler, wie zum Beispiel Wieland Schmidt, Ingolf Wiegert, Hartmut Krüger, Günter Dreibrodt und Ernst Gerlach.

„Klaus Miesner hat uns nicht nur auf dem Platz betreut und geformt. Ihm und seiner ganzen Art haben wir es zu verdanken, dass wir damals überall mit Respekt begrüßt wurden“, erinnerte Hartmut Krüger an die sympathische Art des verstorbenen Trainers.

Am 11. Januar 1989 erlag der erfolgreichste Magdeburger Handballtrainer während eines Trainingslagers im Harz einem Herzversagen. Ihm zu Ehren findet jedes Jahr in der Harzlandhalle Ilsenburg das Klaus-Miesner-Gedenkturnier statt.