"Mit dem Erweiterungsbau verfügen wir nun über ausreichend Platz für das Kulturhistorische Museum und das Museum für Naturkunde sowie über zusätzlich insgesamt 1.200 qm Sonderausstellungsfläche", würdigte Trümper den Abschluss der Neubaumaßnahmen. "Mit diesen in Sachsen-Anhalt einmaligen musealen Ausstellungsflächen wird es uns auch in Zukunft möglich sein, an unsere großen Erfolge, wie die Europaratsausstellungen 2001 und 2006, anzuknüpfen und neue, hochkarätige und identitätsstiftende Sonderausstellungsformate mit überregionaler Ausstrahlung zu realisieren."

Ausgangspunkt für den Bau des Südverbinders war die Entscheidung des Stadtrats im Jahr 2003, das Museum für Naturkunde im Kulturhistorischen Museum zu belassen, da langfristig nur mit dem Neubau genügend Platz für ein Zwei-Spartenhaus zur Verfügung gestellt werden konnte. Die Entscheidung für den Südverbinder und damit für das Zwei-Spartenhaus war aus fachlicher und finanzieller Sicht die günstigste und nachhaltigste Entscheidung. Darüber hinaus sorgen die beiden Museen unter einem Dach für Synergieeffekte. Insbesondere das Museum für Naturkunde wird nach Fertigstellung der Schausammlung deutlich an Attraktivität für Familien und Mehrfachbesucher der Museen gewinnen.

Mit insgesamt 1.200 qm Sonderausstellungsfläche, davon 800 qm im Altbau und 400 qm im Neubau, wird es auch in Zukunft möglich sein, große Ausstellungsformate im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu zeigen. Kein Museum in Sachsen-Anhalt verfügt über eine vergleichbar große und klimatisch vollständig kontrollierte Sonderausstellungsfläche. Dieser neue, erweiterte Ausstellungsbereich wird am 26. August 2012 mit der Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter" würdig eingeweiht.

Damit ist auch der Grundstein für weitere herausragende Ausstellungskonzepte gelegt, die das Kulturhistorische Museum in Zukunft erarbeiten und umsetzen wird, wie beispielsweise zum Sachsenspiegel und zum Magdeburger Recht. Das neu gegründete Zentrum für Mittelalter-Ausstellungen als Stadt-Land-Kooperation ist dabei ein wichtiger Schritt zu einer Verstetigung dieser Ausstellungstätigkeit des Museums in Bezug auf das europäische Mittelalter.