Die unterschiedlich großen Bilder zeigen Städte und Landschaften aus aller Welt. Die historischen Aufnahmen von Städten und Landschaften, die in der Ausstellung zu sehen sind, zeigen die Situation am Ende des 19. Jahrhunderts - romantisch verklärt durch die Technik der Photochrome. Seitdem haben sich die Städte rasant entwickelt, ihr Stadtbild verändert.

Dies ist auch am Beispiel Magdeburgs zu sehen. Wie in allen Städten am Fluss prägt die Elbe seit Jahrhunderten ganz maßgeblich das Bild der Stadt. Stadt- und Flusslandschaft waren im Prozess des stetigen gesellschaftlichen Wandels immer wieder Veränderungen unterworfen. Aktuell sind derartige Veränderungen intensiv erlebbar: Im Rahmen der Beteiligung an der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 (IBA) hat die Landeshauptstadt die Flusskante neu gestaltet. Der alte Handelshafen öffnet sich der Wissenschaft, ehemals industriell oder gewerblich genutzte Uferzonen wurden umgestaltet, das Ufer als grüner Landschaftsraum in der Stadt neu erlebbar. Unter dem Motto „Leben an und mit der Elbe" rücken Stadt und Fluss enger zusammen, es entstand eine neue Symbiose von Natur- und Stadtlandschaft.

Die Ausstellung „Weltreise der Photografie" macht diese Veränderungen anhand der historischen Aufnahmen nachvollziehbar. Sie kann bis zum 18. Juli im Landesfunkhaus des MDR montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund: Das Wort Photochrom setzt sich aus den griechischen Wörtern für Licht und Farbe zusammen. Die Reproduktionstechnik, die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde, ist ein kompliziertes Verfahren, um Schwarzweißnegative in Farbbilder zu verwandeln. Dabei wurden die einzelnen Farben dem Negativ manuell zugeordnet und nach der Belichtung eines mit einer Asphaltmischung überzogenen Lithosteins Schichtweise, also Farbe für Farbe, übereinandergedruckt. Aus der Mischung der bis zu zwanzig Farben entstand das bunte Endprodukt, ein Farblichtbild.